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Einheit-Basketballer besiegen amtierenden Landesmeister
Einheit-Basketballer besiegen amtierenden Landesmeister
07.02.2016 Am 16. Spieltag der Basketball Oberliga kam es zur Partie HSC 96 Halle gegen den SSV Einheit Weißenfels. Das Duell Landesmeister HSC gegen den Aufsteiger SSV Einheit Weißenfels, so könnte es auch heißen. Eigentlich scheint der Favorit klar der HSC 96 zu sein, doch der Blick auf die Tabelle zeichnet ein anderes Bild. Der SSV belegt Platz 5 und der HSC nur den Tabellenplatz 7. Die Titelverteidigung ist damit futsch für den HSC. Besondere Brisanz bietet die Partie allerdings, weil das Hinspiel der SSV klar verlor, das Ergebnis in der Folge revidiert wurde, weil offensichtlich ein Spieler der Hallenser nicht spielberechtigt war. Glücklich mit dem Ausgang war wohl niemand so richtig, weder der SSV noch der HSC. Der HSC brannte also auf Revanche, der SSV wollte seine gewachsene Stärke auch in Halle demonstrieren. Allerdings musste der SSV gehörig im Team umstellen. Center Marius Neuschl fehlte verletzt, Martin Staake beruflich, Hannes Scheiding und Felix Gölldner befanden sich im Urlaub. Aus der 2. Mannschaft des SSV rückte mit Mario Böhm ein Aufstiegsheld der Vorsaison ins Team und gab dem Team durch seine gute Leistung enorme Tiefe und Stabilität. Da auch der HSC unter einer Verletzungsmisere litt und bis auf Raiko Seifert keinen seiner Stars aufbieten konnte, rechnete sich der SSV gute Chancen aus, das Parkett siegreich zu verlassen.


Zu Beginn des Spiels agierte der SSV etwas nervös. Vor allem im Abschluss war der SSV zu unkonzentriert. Halle nutzte diese Phase und ging mit 4:0 in Führung. Dank einer starken Verteidigung des SSV, erzielten die Weißenfelser einige Ballgewinne. Karl Democh erzielte, nach eigenem Ballgewinn, per Fastbreak die ersten Punkte für den SSV. Ein förmlicher Weckruf für sein Team. In der Folgezeit punktete der SSV konstant und Halle kam nur zu vereinzelten Punkten an der Freiwurflinie. Nach 7 Minuten hatte der SSV das Spiel im Griff und führte 14:8. Wie so oft ging der SSV fahrlässig mit der Führung um. Statt Sicherheit im Angriff zu finden leistete sich das Team zu viele Ballverluste. Halle konnte nur noch durch Fouls gestoppt werden. Halle nutzte die Gelegenheiten an der Linie und führte zum Ende des ersten Viertels 15:14.


Im 2. Viertel übernahm Sebastian Krüger Verantwortung für seinen SSV. Mit 6 Punkten in Folge holte er die Führung für den SSV zurück. Auf Seiten des HSC wusste Raiko Seifert zu überzeugen. Er hielt den HSC offensiv im Spiel. Mitte des 2. Viertels wechselte die Führung ständig, wobei beide Teams sich enorm viele Fehler leisteten. Kapitän Thomas Kudrisch aus der Distanz und der erneut stark spielende Noah Schäffel mit 5 Punkten brachten den SSV knapp mit 31:30 in Front. Die letzten beiden Spielminuten gehörten danach eindeutig dem HSC. Mit einem 6:0 Lauf des HSC endete die erste Spielhälfte. Mit einer 35:31 Führung für den HSC ging es in die Kabinen.


In der Kabine wurden die Fehler in der ersten Hälfte besprochen aber an die eigenen Stärken appelliert. Der Coach gab seinem Team auf den Weg, die eigene Fehlerquote zu minimieren und sich bei den Freiwürfen mehr zu konzentrieren. Zu Beginn der 2. Hälfte überraschte der HSC mit einer Zonenverteidigung. Anfänglich hatte der SSV leichte Probleme damit. Spätestens mit dem Wahnsinnsdreier von Thomas Kudrisch, aus mehr als 8 Metern, knackte der SSV immer wieder die Defense der Hallenser. Vor allem Fabian Höer war in dieser Phase der Leader auf dem Feld. Halle leistete sich zum Ende des Viertels noch einen emotionalen Aussetzer und ein technisches Foul. Thomas Kudrisch nutzte seine 3 Freiwürfe und verkürzte auf 48:50. Nur noch wenige Sekunden zu spielen, Fabian Höer setzte sich an der Grundlinie durch, zog zum Korb und verwandelte mit der Schlusssirene zum 50:50 Ausgleich nach dem 3. Viertel.


Mit diesem emotionalen Stimmungshoch ging der SSV entschlossen in den Schlussabschnitt. Markus Gläsemann setzte sich unter dem Korb durch und holte die Führung für den SSV. Halle schien geschockt. Thomas Kudrisch und Noah Schäffel legten jeweils per Dreier nach. Der SSV führte 5 Minuten vor Spielende mit 58:51. Raiko Seifert und Spielertrainer Thomiczny drehten jetzt richtig auf und punkteten beständig für den HSC. Vor allem gelangen beiden Spielern jeweils 2 enorm wichtige Dreier in dieser Phase. Das Team des SSV war nun gefragt. Dominic Huth und Karl Democh behielten den Kopf oben und punkteten für den SSV. Ein Nervenspiel begann. Halle wollte unbedingt ausgleichen, der SSV die Hallenser auf mindestens 3 Punkte Distanz halten. Beim Stand von 66:63 für den SSV wurde Fabian Höer gefoult. Die beiden Freiwürfe verwandelte er. Gegenzug des HSC, Seifert mit einem Dreier erfolgreich. 68:66 für den SSV. Jetzt wurde Karl Democh gefoult und verwandelte nur einen Freiwurf, Spielstand 69:66. Nur keinen Dreier zulassen. Allerdings konnte der Hallenser Schopeck nur mit einem Foul gestoppt werden. Auch er verwandelte nur einen. Nur noch 40 Sekunden zu spielen. Fabian Höer musste an die Linie und verwandelte erneut beide. 71:67 Führung für den SSV. Der HSC gab nicht auf. Ein wilder Wurf von Thomiczny fand sein Ziel, nur noch 71:70. Angriff für den SSV und Halle foulte Karl Democh. Der erste Freiwurf drin, der zweite daneben. Den Rebound und damit das Big-Play sicherte sich Richard Reichardt. Prompt folgte das Foul. Reichardt verwandelte den ersten und verlegte den zweiten. Abermals war der SSV am offensiven Brett beim Rebound erfolgreich. Diesmal angelte sich Karl Democh den Ball und passte auf Reichardt, der erneut gefoult wurde. Nur noch 11 Sekunden auf der Uhr. 73:70 stand es für den SSV. Richard Reichardt verwandelte den ersten zur 74:70 Führung. Doch der HSC hatte den letzten Angriff. Ein Verzweiflungswurf verfehlte den Korb. Die Sirene ertönte und der SSV hatte erneut für eine Überraschung gesorgt und unter dem Applaus der mitgereisten Fans, den amtierenden Landesmeister in die Knie gezwungen. Freude pur, das gesamte Team feierte ausgelassen, nach diesem emotionalen Sieg und das völlig zu Recht.


Vor allem in der 2. Halbzeit hatte der SSV aufgezeigt, warum er auf dem 5. Platz der Tabelle steht. Mit einer starken Defense, guter Offensive und Nervenstärke kann das Team in der Liga gegen jeden Gegner bestehen. Allerdings haben es die beiden letzten Spiele in sich. Am kommenden Sonnabend, 13.0.2016, 15.00 Uhr in der Schlossgartenhalle, empfangen die Einheit-Riesen den 2. der Tabelle, den BC Anhalt Dessau, zum letzten Heimspiel. Alle Fans sind ganz herzlich eingeladen um die Mannschaft auch in ihrem letzten Heimspiel anzufeuern. Schon jetzt kann sich das Team nur bei den Fans für die Unterstützung bedanken. „Danke für die Unterstützung zu Hause und auch auswärts. Ihr seid die Besten!“, so die einhellige Meinung des Teams. Mit der Unterstützung der Fans und einer Superleistung will das Team auch den Dessauern die Punkte klauen, bevor es am letzten Spieltag nach Magdeburg geht, zum Tabellenführer. Egal wie diese Spiele ausgehen. Schon jetzt ist es die erfolgreichste Saison seit mehr als 10 Jahren für den Verein. Darauf kann das Team des SSV verdammt stolz sein.
Autor: Sören Fauß