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Einheit-Riesen mit Wahnsinnscomeback
Einheit-Riesen mit Wahnsinnscomeback
18.10.2015 Sieg bei Justabs Halle 104:100 n.V. nach 24 Punkte Rückstand !!!!

Am Sonntag reisten die Einheit Basketballer zum Punktspiel zum Tabellen-Fünften, Justabs Halle. Bei den Hallensern traf man auf gute alte Bekannte, Ex-Kapitän Sebastian Portius und dessen Bruder Tobias spielen beide für Justabs und gehören zu den Leistungsträgern ihres Teams. Der SSV hatte trotz der Niederlagen gegen Aschersleben (79:88) und den BBC (69:77) Selbstvertrauen tanken können und reiste entsprechend motiviert nach Halle. Mit einem Sieg könnte sich der SSV in der Tabelle verbessern und an den Hallensern vorbeiziehen. Das brachte zusätzlich Brisanz in dieses Match. Der SSV musste an diesem Tag den Langzeitverletzten Noah Schäffel ersetzen und zudem war Hannes Scheiding verhindert. Durch den glücklichen Umstand, dass die Zweite des SSV das Vorspiel in Halle bestritt, konnte der Coach auf Kay Schmidt zurückgreifen, der ein hervorragendes Debüt in der Oberliga gab.


Der SSV wollte von Beginn an aggressiv verteidigen und strukturiert im Angriff spielen. In der Anfangsphase gelang das auch. Nach 5min führte der SSV mit 12:11. Danach brach das Team förmlich ein. Justabs nutzte die Nachlässigkeiten gnadenlos aus und zog zur Viertelpause auf 27:17 davon.


Im zweiten Viertel war der SSV im Angriff strukturierter. Zudem fand Kapitän Thomas Kudrisch seine Treffsicherheit aus der Distanz und hielt fast im Alleingang sein Team im Spiel. In der 14. Spielminute stand es 27:33 für Halle. Anstatt weiter den Rückstand zu verkürzen, verlor der SSV völlig den Spielfaden. Nichts gelang mehr. Lediglich an der Freiwurflinie erzielte der SSV Punkte. Halle spielte sich in einen Rausch und nahm die Defense des SSV reihenweise auseinander. Mit einer 54:36 Führung für Justabs ging es in die Halbzeitpause.


Die Halbzeitanalyse fiel beim SSV entsprechend ernüchternd aus. Doch das Team selbst wollte das Spiel noch nicht verloren geben. Der Coach appellierte an die Moral und Kampfkraft im Team und dass trotz dieses Rückstandes noch was zu holen ist, wenn man die Fehlerquote im Spiel minimiert und konsequent den Korb attackiert.


Zu Beginn des 3. Viertels versuchte der SSV besser ins Spiel zu finden. Doch eine eher durchwachsene Freiwurfquote stoppte den SSV immer wieder bei seiner Aufholjagd. Halle setzte alles daran den Abstand zu vergrößern. In der 25. Minute führte Halle mit 67:43. Mit 24 Punkten Rückstand für den SSV schien das Spiel entschieden zu sein. Was nun folgte war der Wahnsinn pur. Der SSV startete eine spektakuläre Aufholjagd. Thomas Kudrisch, Markus Gläsemann und Alexander Stops generierten einen 10:3 Lauf für den SSV. Binnen 2 Minuten schmolz der Rückstand auf 17 Punkte zusammen. Der SSV nun wieder im Spiel und hielt die Intensität in der Defense hoch. Halle bekam nun das Flattern und versagte reihenweise an der Freiwurflinie. Der SSV hingegen punktete konstant. Fabian Höer und Richard Reichardt übernahmen in der Offensive für den SSV und holten Punkt um Punkt auf. So langsam kam der SSV in die Köpfe der Hallenser. Bei Justabs ging nichts mehr. Mit 76:68 rettete sich Justabs in die Viertelpause.


Den besseren Start erwischte Halle, in Person von Tobias Portius, der per AndOne auf 79:68 erhöhte. Auch diesen Nackenschlag steckte der SSV weg. Der SSV war nun on fire. Martin Staake verkürzte aus der Distanz auf 71:79. Höer, Reichardt und Kudrisch legten nach. Nach 36 Minuten stand es 80:82 aus Sicht des SSV. Jetzt wurde das Spiel ein wahrer Krimi. Sollte die Aufholjagd für den SSV erfolgreich sein oder schafft es Halle die Einheit Riesen auf Distanz zu halten? Halle nutzte 2 Fehler der Defense des SSV eiskalt. Mit 86:80 ging es in die letzten beiden Spielminuten. Das Blatt wendete sich in Richtung der Hallenser. Sollte all der Aufwand, den der SSV betrieb, unbelohnt bleiben? Der Coach nahm die fällige Auszeit und erinnerte sein Team daran, dass es auf Kleinigkeiten und Freiwürfe in solche Phasen ankommt und man trotz des Rückstandes ruhig bleiben soll. Das Team setzte diese Hinweise um und ließ Taten folgen. Der SSV zog unerbittlich zum Korb, Halle foulte. Der SSV verwandelte 2von 4 Freiwürfen in dieser Phase. Das gleiche Prinzip verfolgte Halle. Der SSV foulte ebenso, doch Halle nur mit einem Treffer bei 4 Versuchen. Marius Neuschl schloss einen Fastbreak erfolgreich ab und Fabian Höer verwandelte 2 Freiwürfe. 86:87 stand es an der Anzeige. 1 Punkt Rückstand und nur noch Sekunden auf der Uhr. Der SSV foulte und Halle versagten die Nerven. Erneut gelang ihnen nur 1 Treffer bei 4 Versuchen. Halle nun mit 88:86 in Front. Noch 8sek. Auf der Uhr. Halle mit dem Foul an Marius Neuschl. Marius verwandelte beide Freiwürfe. Halle nahm die Auszeit und bekam Einwurf in Höhe der Freiwurflinie des SSV. Foulen konnten die Weißenfelser nicht mehr. Halle mit dem letzten Wurf, der tanzte auf der Ringkante und fiel nicht rein. 88:88 Overtime! Das Momentum wollte der SSV unbedingt für sich nutzen und den Sieg mitnehmen. 5 min aufopfern. Unbändig nun die Moral im Team.


Auch die abermalige Führung für Halle glich Richard Reichardt aus, als er sich unter dem Korb erfolgreich in Szene setzte. Halle meckerte und kassierte prompt das technische Foul und der Kapitän himself verwandelte den Freiwurf. 91:90 für den SSV. Die 2. Führung überhaupt! Im Gegenzug holte sich Halle die Führung zurück. 92:91 für Halle! Das Spiel auf viel zitierter Messers Schneide! Fabian Höer, in seinem besten Spiel im Dress des SSV (im gelangten insgesamt 20 Punkte), passte den Ball auf die linke Seite zu seinem Kapitän und der nahm sich ein Herz und netzte per Dreier ein, 94:92 für den SSV! Aber noch lange3 min zu spielen. Halle holte sich die Führung durch Tobias Portius zurück. Fabian Höer tankte sich durch die Reihen und traf. 96:95 für den SSV und noch 2 min auf der Uhr! Spannung pur. Das Spiel dauerte mittlerweile fast 2 ½ Stunden. Und der Nervenkrieg begann: Halle verwandelte 1 von 2 Freiwürfen zum Ausgleich. Sebastian Krüger forderte den Ball, zog in die Zone, nahm den Wurf und der Ball fand irgendwie sein Ziel, 98:96 für Weißenfels. Halle verlegte, den Rebound sicherte sich Neuschl. Halle foulte und Sebastian Krüger vergab. Was für ein Drama! Bissig die Defense des SSV, wie nie zuvor in der Saison, gestattete Halle keine Feldkörbe mehr. Tobias Portius traf 2 von 2 für Justabs, 98:98! Foul an Krüger, doch der blieb sicher und markierte die 100:98 Führung. Halle spielte nur noch über Tobias Portius. Der SSV zwang den Ex-Kollegen abermals an die Linie und Portius traf nur 1 von 4 Freiwürfen. 99:100 stand an der Anzeige. Fabian Höer wurde auf der anderen Seite an die Linie geschickt und als hätte er noch nie etwas anderes gemacht verwandelt beide zur 102:99 Führung. Halle abermals mit der Auszeit, noch 10 sek.! Unglücklich berührte Fabian Höer seinen Gegenspieler Zimmermann. Das gute Schiedsrichtergespann gab Foul und Zimmermann traf einen Freiwurf. 100:102 aus Sicht der Hallenser. Fabian Höer wurde erneut gefoult und blieb sicher an der Linie 104:100. Halle konnte nicht mit einem Angriff ausgleichen. Einen letzten Verzweiflungswurf der Hallenser blieb ohne Erfolg. Die Schlusssirene ertönte. Mit 104:100 gewann der SSV dieses Spiel und das nach dieser Aufholjagd! Wahnsinn, der Jubel beim SSV kannte keine Grenzen mehr!


„Was für eine Comeback nach dieser ersten Halbzeit, was für eine Willensleistung. Auf dieses Team kann man nur stolz sein. Wer so zurück kommt der hat es sich verdient, auch wenn man Halle Respekt für deren Leistung zollen muss.“, freute sich der Coach. „Besonders der Kapitän, Thomas Kudrisch, mit 29 Punkten bester Scorer, ging an diesem Tag voran, hielt den SSV in der ersten Halbzeit im Spiel. Fabian Höer, mit seiner besten Leistung, stand mit 20 Punkten seinem Kapitän kaum nach, war am Ende der Matchwinner, mit 4 von 4 von der Freiwurflinie, in den letzten Sekunden der Verlängerung! Doch es war eine Teamleistung, vor allem ab der 25. Minute, als das Team zusammenrückte und sich gegen die Niederlage stemmte. Mit dieser Moral können wir es schaffen und die Klasse halten.“, lobte der Coach sein Team erneut und gab sich zuversichtlich.


Das Team hat eine Woche spielfrei und empfängt dann das Team aus Kalbe. Ziel des Teams ist es, auch dieses Spiel zu gewinnen. Mit diesem Kämpferherz scheint das Vorhaben nicht aussichtslos.
Autor: Sören Fauß